NoGoLab

ist eine Tochter der:


Deutsches Theater in Göttingen GmbH

Theaterplatz 11

37073 - Göttingen

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das NoGoLab ist beheimatet

im ehemaligen Gebäude der

Voigtschule

Bürgerstraße 15

37073 Göttingen


Zugang zu den Veranstaltungen über den Pausenhof an der Rückseite des Gebäudes über die Gartenstraße

NoGoLab im Dialog




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Vom 28. April bis 6. Mai

„theater träumt schule“ zu Gast in Göttingen




Wir brauchen andere Bilder von der Schule und vom Lernen. Wir brauchen andere Ideen vom Gelingen - und immer auch vom Scheitern. Und wir brauchen Orte, an denen diese Bilder, Ideen und Geschichten gedacht, diskutiert und geträumt werden können. Welcher Ort wäre für dieses große Selbstgespräch namens Bildung besser geeignet als das Theater?


Eröffnung


Samstag – 28. April 2o12 – 19 Uhr

Deutsches Theater – Studio – Theaterplatz 11



Yakamoz Karakurt


„Mein Kopf ist voll. Zu voll.“


Als fünfzehnjährige schrieb die Hamburger Gymnasiastin Yakamoz Karakurt in der ZEIT einen Hilferuf: 

„ ... Schüler, Eltern, Lehrer: Wir alle dürfen es nicht normal finden, wenn Kinder länger am Schreibtisch sitzen als arbeitende Eltern! ...“



Isa Pini


Das Klarinetten-Wunder


Auch Isa Pini kommt aus Hamburg. Zwei Buchstaben schienen das schulische Versagen von Isa Pini (17) bereits besiegelt zu haben. "N.b.", "nicht bewertbar", wollte ihm seine Lehrerin an der Rudolf-Roß-Gesamtschule (Neustadt) als Zensur in Musik geben. "Das ist noch schlimmer als eine 6. Damit hätte ich meinen Hauptschulabschluss vergessen können"  Dann kamen Leute in die Schule, die Schüler wie Isa Pini fragten: Worauf bist Du stolz? Das war seine Klarinette. Und diese Leute ermöglichten ihm den Besuch des Konservatoriums. Jetzt steht Isa Pini vor dem Masterabschuss.



Reinhard Kahl


Nicht Fässer füllen, Flammen entzünden!


Bereits vor 500 Jahren schrieb der Schriftsteller, Arzt und Priester Francois Rabelais, „Kinder wollen nicht wie Fässer gefüllt, sondern wie Fackeln entzündet werden.“ Eigentlich weiß man, worauf es beim nachhaltigen Lernen ankommt. Aber die Verführung Fässer zu füllen ist groß. Lehrer, Schüler und Eltern glauben dann nichts falsch zu machen, auch wenn am Ende dieses Nummer-Sicher-Weges so wenig geblieben sein wird.

Wie sehen Schulen aus, die sich vom Gleichschritt der pädagogischen Kolonne verabschieden, in denen es ein Vorteil ist verschieden zu sein, und in denen unterschiedliche Lernbiographien dadurch ermöglicht werden, dass den Kindern Zugehörigkeit versprochen wird?

Reinhard Kahl ist Autor, Regisseur und Gründer des Archivs der Zukunft.




Sonntag – 29. April  – 11 Uhr

Aula ehem. Voigt-Realschule Bürgerstraße 15



Ulrike Kegler


Schlänitzsee statt Schule


Die staatliche Montessori-Schule in Potsdam wurde mit dem deutschen Schulpreis ausgezeichnet. Sie gehört zu den besten im Land. Und dennoch, für Schüler in die Pubertät sucht sie nach noch besseren Antworten. In der 7. und 8. Klasse wird eine Viertel der Unterrichtszeit ausgesetzt. Die Schüler kultivieren ein großes Grundstück am Schlänitzsee in der Nähe von Potsdam. Weniger Schule treibt die Entwicklung der Schüler voran. Sie wollen Aufgaben, nicht nur Schulaufgaben, sie wollen wirksam werden und sie haben Hunger nach Werkzeugen. Sie wollen handeln.

Ulrike Kegler, die Schulleiterin, hat das Projekt Schlänitzsee gegen manchen Widerstand zu einem der aufregendsten Bildungsprojekte in Deutschland gemacht.




Montag – 3o. April – 17 Uhr

Aula ehem. Voigt-Realschule Bürgerstraße 15



Herbert Renz-Polster


born to be wild

über „artgerechte Menschenaufzucht“


Kinder lernen vom ersten Tag an – natürlich, denn Lernen ist DIE Entwicklungs- und Lebensstrategie eines Homo sapiens. Kinder tragen das in sich, das wurzelt in ihrer uralten, evolutionären Geschichte.  Wie sie das anstellen mit dem Lernen? Sie nutzen ihre „Neu-Lust“ um sich die Welt anzueignen. Und zwar aus sich selbst heraus – gerne auch auf Augenhöhe mit anderen Kindern. Dabei gehen sie an ihre Grenzen – ihr Spiel ist NICHT spielerisch, es ist ernsthaft. Und sie gehen dabei Risiken ein. Wie könnten sie sonst Laufen und Sprechen lernen? Ohne Lehrer!

Und was passiert, wenn die kindliche Entwicklung als Projekt der Erwachsenen geplant wird? Was passiert, wenn Risikovermeidung und Angst vor Fehlern zu obersten Erziehungsmaximen werden?
Darf man Kinder gegen den Strich erziehen? Wir wissen wie hoch der Preis ist, wenn wir etwa einen Löwen zu einem Vegetarier erziehen will. Auch der Mensch steht nicht außerhalb der Natur - wir haben die Frage nach dem Preis zu lange ignoriert.

Der Kinderarzt, Wissenschaftler und Autor spricht über „artgerechte Menschenaufzucht“.

(Foto: © J. Hudelmayer)




Dienstag – 1. Mai  – 2o Uhr

Aula ehem. Voigt-Realschule Bürgerstraße 15





Prof. Dr. Gerald Hüther


Ohne Gefühl geht gar nichts


Der Göttinger Neurobiologe spricht über neurobiologische Erkenntnisse über die Herausbildung und die Bedeutung emotionaler Einstellungen und darüber, worauf es beim Lernen ankommt.

Mut, Stolz, Zuversicht, aber auch Mißtrauen, Neid und Selbstzweifel sind emotionale Grundhaltungen, die nicht angeboren sind, die Kinder aufgrund eigener Erfahrungen im Zusammenleben mit anderen Menschen herausbilden und die einen entscheidenen Einfluss auf ihren weiteren Lebensweg haben.

Im Gegensatz zu gegenwärtig noch immer weit verbreiteten Vorstellungen über die Determiniertheit menschlichen Verhaltens zeigen neurobiologische Erkenntnisse der letzten Jahre, dass die in unserem Gehirn angelegten neuronalen Verschaltungsmuster bis ins hohe Alter umbaufähig und durch neue Erfahrungen überformbar sind. Voraussetzung für solche Umbauprozesse ist allerdings die Aktivierung der sog. emotionalen Zentren und die damit einhergehende Freisetzung neuroplastischer Botenstoffe. Damit das passiert, müsste sich eine Person für etwas begeistern, es müsste also für sie etwas an Bedeutsamkeit gewinnen, was ihr bisher als unbedeutsam erschienen war. Dazu bedarf es einer neuen Erfahrung. Die lässt sich aber nicht unterrichten, geschweige denn anordnen oder erzwingen. Zu solch einer neuen Erfahrung mit sich selbst, mit anderen und mit all dem, was es in der Welt zu entdecken und zu gestalten gibt, kann man Kinder und Jugendliche (und auch Erwachsene) nur einladen, ermutigen und inspirieren. Und wo ginge das besser als im Theater. Allerdings möglichst nicht nur als Zuschauer, sondern als Mitspieler.

Hüther, Gerald, Dr. rer. nat. Dr. med. habil ist Professor für Neurobiologe und leitet die Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen und des Instituts für Public Health der Universität Mannheim/Heidelberg. Wissenschaftlich befasst er sich mit dem Einfluss früher Erfahrungen auf die Hirnentwicklung, mit den Auswirkungen von Angst und Stress und der Bedeutung emotionaler Reaktionen. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und populärwissenschaftlicher Darstellungen (Sachbuchautor). Mehr erfahren Sie unter www.gerald-huether.de




Mittwoch – o2. Mai – 17 Uhr

Aula ehem. Voigt-Realschule Bürgerstraße 15




Marc Vereeck


Theater spielen! [1]


Marc Vereeck ist Regisseur. Bei dem von ihm mitentwickelten Projekt  „Abenteuer Kultur“ der dm-Drogeriemarkt-Kette haben in den letzten 12 Jahren fast 10.000 Jugendliche mitgemacht.  Jeder einzelne Theaterworkshop ist einzigartig, weil jeder Workshop gemeinsam mit den etwa 20 Lehrlingen vor Ort entwickelt wird. „ ... Es geht darum, dass die Menschen, wenn sie in ein Arbeitsverhältnis kommen, selber einen Zugang finden zu dem, was sie tun. Dabei ist der Umgang mit Sprache eine Art von künstlerischem Umweg, um ein eigenes Verhältnis zur Arbeit zu bekommen, damit die Arbeit selbst zum Kulturmoment wird. Der Auszubildende soll nicht sagen: »Ich muss etwas machen, was der Chef mir befiehlt«, sondern er soll anfangen, selber zu schauen, was wichtig ist, was gut ist, wo er sich einbringt in seine Arbeit.“

Marc Vereeck wird berichten, was Schauspiel ermöglicht, was es auslöst bei den Jugendlichen und bei denjenigen, welche dies wahrnehmen, privat und im Arbeitsumfeld, welche Erfahrungen und Ansätze er erlebt bei den inzwischen über 130 Regisseuren, Schauspielern, Theaterpädagogen, welche die dm-Theaterprojekte ermöglichen. Es wird sich in diesem TtS-Workshop nicht vermeiden lassen, dass der Austausch durch praktische Beispiele bereichert wird.

Bis 2009 war Marc Vereeck Professor im Studiengang Schauspiel an der Alanus Hochschule bei Bonn und er ist Autor verschiedener Beiträge über Theater, Sprache und Sprechen u.a. in „Zukunft Schultheater. Das Fach Theater in der Bildungsdebatte“ Edition Körber Stiftung.




Mittwoch – o2. Mai – 2o:3o Uhr

Aula ehem. Voigt-Realschule Bürgerstraße 15




Enja Riegel



Abdul Kunze


Theater spielen! [2]


„Wer viel Theater spielt, wird auch besser in Mathematik,“ heißt eine der Maximen von Enja Riegel, der langjährigen Leiterin der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden. Dort spielen Schüler in der 8. Klasse wochenlang Theater und dennoch schnitt die Schule bei Pisa mit Spitzenergebnissen ab. Dennoch? Nein, "weil!" insistiert sie. Sie stellt zusammen mit dem Regisseur Abdul Kunze, der viele Jahr in der Schule mitgearbeitet hat, vor, wie Theaterspielen die Schüler zuweilen in Krisen und dann zu einer Art Wiedergeburt führt. Theater in der Schule braucht Zeit und Profis. Dann gibt es unerwartete Ernten.

Enja Riegel ist auch nach ihrer Pensionierung als Direktorin der Helene-Lange-Schule Wiesbaden, die vielleicht renommierteste Schulleiterin in Deutschland. Sie leitete die Helene Lange Schule 19 Jahre lang und wandelte sie in eine der wegweisenden Reformschulen um. Seit 2003 berät sie bei der Reformierung von Schulen und bei Neugründungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und arbeitet als Autorin für Fachzeitschriften und Verlage.  Veröffentlichungen u.a. "Schule kann gelingen ", S. Fischer-Verlag, 2011.

Abdul M. Kunze hat vor Jahren die Theaterprojekte an der Helene Lange Schule mit aufgebaut und leitet inzwischen das Kinder- und Jugendtheater am Stadttheater Gießen.  Auch dort geht er mit Jugendlichen in Schulen neue Wege.




Donnerstag – o3. Mai – 18 Uhr

Aula ehem. Voigt-Realschule Bürgerstraße 15



Prof. Olaf Axel Burow


Die gute Schule ist möglich


Seit vielen Jahren arbeitet Axel Olaf Burow mit dem Verfahren der Wertschätzenden Entwicklung In Schulen und sonstigen Organisationen. Dabei zeigt sich immer wieder:  Wir unterschätzen das im jeweiligen Feld vorhandene Wissen bzw. die Weisheit der Vielen. Mit der Wertschätzenden Schulent-wicklung ist es möglich im Rahmen eines Pädagogischen Tages das verborgene Wissen von Lehrer, Eltern und Schülern freizusetzen und zur gemeinsamen Entwicklung einer guten und gesunden Schule nutzen.
Anknüpfend an einen einführenden Impulsvortrag folgen eine exemplarische Übung, Beispiele aus der Arbeit mit Schulen und die Möglichkeit zur Diskussion.

Prof.Dr. Olaf-Axel Burow ist Professor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Kassel.  Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit innovativen Lehr-/Lernkonzepten, mit Verfahren der Prozessorientierten Zukunftsmoderation sowie der Kreativitätsförderung. Hintergrund ist die von ihm entwickelte Theorie des Kreativen Feldes sowie die „Positive Pädagogik“, die er in seinem neuen Buch in theoretischer und praxisbezogener Perspektive darstellt: Burow O.A. (2011). Positive Pädagogik. Sieben Wege zu Lernfreude und Schulglück. Weinheim: Beltz.
Infos & downloads: www.olaf-axel-burow.de





Freitag – o4. Mai – 2o:3o Uhr

DT Keller Theaterplatz 11



Margret Rasfeld

und Schüler aus der Gemeinschaftsschule Berlin-Zentrum



Das Lernen vom Kopf auf die Füße stellen


Margaret Rasfeld und Schülerinnen und Schüler aus der Gemeinschaftsschule Berlin Zentrum stellen ihre Schule vor. www.ev-zentrum.de


Über 3000 Pädagogen haben in den beiden vergangenen Jahren die innovative Berliner Gemeinschaftsschule besucht. Die Besucher werden in den über einen Tag gehenden Veranstaltungen durch die Schule geführt und in Workshops informiert.

„Diese Lehrerfortbildung machen wir“, sagen stolz die Schüler.

Wenn junge Menschen 

  1. in Lernbüros und Projektlernen ihre Lernprozesse weitgehend selbst gestalten,

  2. wenn sie nicht mehr Objekte von Belehrungen sind, sondern Subjekte ihres Lernens und ihrer Interessen, 

  3. wenn Schule die Tore aufmacht und Schülerinnen und Schüler Verantwortung im Gemeinwesen übernehmen und sich Herausforderungen im Leben stellen,

  4. wenn LehrerInnen junge Menschen nicht als Schülerinnen und Schüler im tradierten Sinne sehen, sondern als engagierte junge Menschen mit Gestaltungsmut, die einen Schatz von Potenzialen mitbringen 

  5. und wenn für Lehrerinnen und Lehrer nicht Unterrichten im Zentrum steht, sondern Lernen  und Coachen dann sind wir mitten drin in einer neuen Ära der Lernkultur.


Margret Rasfeld ist Biologie- und Chemielehrerin mit Zusatzqualifikationen in der Organisationsent-wicklung, Themenzentrierten Interaktion (TZI), Kunst- und Gestaltungstherapie, als Beratungslehrerin. Nach dem Studium war sie viele Jahre an Gymnasien in NRW tätig. 1992 wechselte sie zur Gesamt-schule und baute als Didaktische Leiterin zunächst die Gesamtschule Essen Borbeck, von 1997-2007 als Schulleiterin die vielfach hochrangig ausgezeichnete AGENDA-Schule Essen Holsterhausen auf.

Seit 2007 entwickelt sie an der neu gegründeten Evangelischen Gemeinschaftsschule Berlin Zentrum ein anspruchsvolles bundesweit beachtetes Reformschulprogramm und setzt es mit ihrem engagierten Team um.

Margret Rasfeld engagiert sich seit nunmehr 30 Jahren in der Schul- und Kommunalentwicklung.





Samstag – o5. Mai 17:3o Uhr

Aula ehem. Voigt-Realschule Bürgerstraße 15



Michael Töpel


Lernen bedeutet konstruieren


Der Lehrer und Software-Entwickler Michael Töpel (LAssi Consult) lädt ein zum Workshop über die Schule in der Wissensgesellschaft und zeigt, wie Computer als Wissenswerkzeuge für Lernende aktiv und konstruktiv genutzt werden können

„Warum müssen wir das lernen?“ – fragen uns unsere Schülerinnen und Schüler.
Wie kann schülerzentrierter Unterricht gelingen? – daran arbeiten immer mehr Kolleginnen und Kollegen mit belegbarem Erfolg, nicht zuletzt an der IGS in Göttingen.
Sind unsere Schulen „lernende Organisationen“? – das interessiert auch die „Stakeholder“ wie Eltern, Schulträger, die Wirtschaft u. a. m.
Die OECD sagt: „Wissensarbeiter, das ist die Zukunft!“ und stellt bei PISA fest, dass unsere Schülerinnen und Schüler zwar über Wissen verfügen, dies aber oft nicht sinnvoll zu nutzen wissen.
Was spricht also für die These, dass die Schule der Zukunft am Weg in die Wissensgesellschaft gebaut werden muss, damit sie nicht im Abseits steht?

Von diesen Ausgangspunkten aus entstehen im Workshop durch einen co-konstruktiven Prozess aus den Ideen der Teilnehmer Anregungen für Unterrichtsgestaltung und Schulentwicklung und vielleicht eine Skizze für die Schule der Zukunft. Wissenswerkzeuge werden zur Unterstützung der themenzentrierten Interaktion als Lern-Assistent eingesetzt.

Zu den LAssi ® Wissenswerkzeugen siehe:
http://wikis.zum.de/digilern/LAssi_-_Wissenwerkzeuge_unterstützen_verständnisvolles_Lernen

Nachdem die Reformpädagogen ursprünglich dem Eindringen der Technik im schulischen Raum eher skeptisch begegneten, erkennen sie jetzt, dass beide Linien einen gemeinsamen Fluchtpunkt haben. Viele Hinweise dazu finden sich in dem Gespräch, das Martin Lindner bei der Digilern 2012 mit dem Schulreformer Michael Töpel geführt hat:


Teil I (15 Minuten) http://youtu.be/Sa3qXUa9TiM ;
Teil II (14 Minuten) http://youtu.be/A2OlOgCDVkg

Michael Töpel ist Geschäftsführer von LAssi Consult, einem Produzenten von digitalen Bildungsmedien, und war vorher u.a. als Studiendirektor Berufsschullehrer, Seminarleiter und Mitarbeiter der Schulbehörde in Hamburg. Als Gründer und langjähriger Sprecher des Bundesarbeitskreises Lernen mit Notebooks hat er sich für zukunftsorientiertes Lernen eingesetzt. Er ist Vorstandsmitglied im adz-Netzwerk.




Samstag – o5. Mai – 2o:3o Uhr

Aula ehem. Voigt-Realschule Bürgerstraße 15



Prof. Olaf Sanders



Thomas Jung


Die unbedingte Schule


Aus Köln kommen der Professor für Erziehungswissenschaft Olaf Sanders und der Musiker und Dirigent Thomas Jung. Inspiriert von der Idee der „unbedingten Universität“ von Jaques Derrida gründen sie in Alfter bei Bonn eine Schule ohne Bedingungen. Die Schule selbst als Lernprozess.

Thomas Jung studierte an der Hochschule für Musik Köln und an der Universität Köln sowie am King's College und der University of Cambridge / Faculty of Music die Fächern Lehramt Musik, Erziehungs-wissenschaft, klassisches Schlagzeug und Dirigieren.

Neben vielen Musiktheaterprojekten mit Kindern und Jugendlichen, war Thomas Jung in der Spielzeit 2010/11 als Musikalischer Leiter für die Produktion der Kinderoper Moses muss singen der Städtischen Bühnen Münster engagiert.
Er ist Stipendiat der Richard Wagner Gesellschaft, der Stiftung DEY, der Musikstiftung der Kreissparkasse und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Als Mitdenker und Mitbegründer der Unbedingten Schule beschäftigt sich Thomas Jung mit der Frage, welche Rolle Musik und Musiktheater für Bildung und Schule hat — könnte die Schule auch ein Opernhaus sein?




Sonntag – o6. Mai – 11 Uhr

Aula ehem. Voigt-Realschule Bürgerstraße 15



Gerd Knop



Reinhard Kahl



Barbara Riekmann


Lernen, eine Vorfreude auf sich selbst


Gerd Knop ist einer von denen, die Schüler wie Isa Pini (28. April 19 Uhr - Das Klarinetten-Wunder) ansprechen. Er ist Personalentwickler bei der „Otto Group“ (Ottoversand). Warum nur, fragt er sich, haben Schulen vor allem im Blick, was Kinder und Jugendliche nicht können? Die von ihm gegründete Initiative „Hamburger Hauptschulprojekt“ hat in zehn Jahren 3800 Jugendliche in reguläre Ausbildungen vermittelt.


Reinhard Kahl zeigt Ausschnitte aus seinen Filmen und spricht darüber wie Lernen eine Vorfreude auf sich selbst wird.


Barbara Riekmann war Schulleiterin einer der erfolgreichsten und entschiedensten Schulen in Hamburg, der Max-Brauer-Schule in Altona und erzählt davon, welche Rolle die von ihr initiierte "Traumschule" spielte.




Mehr zum Programm auch auf www.adz-netzwerk.de






Das Netzwerk archiv der zukunft hat bereits in mehreren Städten zusammen

mit den städtischen Bühnen zu theater träumt schule eingeladen.

 

ein interdisziplinäres Projekt Theater als Schule

in Stadt & Landkreis Göttingen

Kultur ist kein Ornament. Sie ist das Fundament, auf dem unsere Gesellschaft steht und auf das sie baut.

[noʊ goʊ læb]